Deutscher Geographentag 2013

Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis
2.10.-8.10.2013
Verantworten
Unicampus Passau

FS 60, Referat 2: Urbanisierung: über das Gibratsche Gesetz, Kritikalität und Gravitation

Referent: Diego Rybski (Potsdam)

Freitag, 04.10.2013, 09:00-09:25,

Die quantitative Beschreibung urbaner Wachstumsprozesse steht und fällt mit einer akkuraten Definition des Urbanen Raumes. Wir folgen einem neuen Paradigma demzufolge die Städte als zusammenhängende urbane oder bevölkerte Flächen definiert sind. Davon ausgehend untersuchen wir das Stadtwachstum in den USA und Großbritannien. Unsere Ergebnisse widersprechen dem Gibratschen Gesetz; Das Wachstum ist hängt Potenzgesetzen folgend von ihrer Größe ab. Wir erweitern die Analyse und betrachten die globale urbane Landfläche. Wir identifizieren alle Städte der Erde und es zeigt sich, daß die Verteilung der Clustergrößen dem Zipfschen Gesetz folgt. Unter Variation der Beobachtungsskala tritt ein Phasenübergang auf, der sich in Beziehung zur Perkolationstheorie setzen läßt. Abschließend modellieren wir Stadtwachstum mit einem simplizistischen Modell, dem die Annahme zugrunde liegt, daß Wachstum von Wachstum angezogen wird. In einem iterativen Prozess werden die Zellen eines Gitter mit um so größerer Wahrscheinlichkeit besetzt je näher sie bereits besetzten Plätzen liegen.

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