Deutscher Geographentag 2013

Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis
2.10.-8.10.2013
Verantworten
Unicampus Passau

FS 6, Referat 2: Zeichnen als Methodenbaustein zur Konstruktion von Wirklichkeit

Referent: Alexander Tillmann (Hamburg), Volker Albrecht, Jürgen Wunderlich (beide Frankfurt am Main)

Donnerstag, 03.10.2013, 14:00-14:25,

Das Anfertigen einer Zeichnung im Gelände bietet eine Chance, sich intensiv mit den geomorphogenetischen und kulturhistorischen Prozessen eines Landschaftsausschnittes auseinanderzusetzen und im Vollzug des Zeichnens den Prozess der Konstruktion des Beobachteten in Bezug auf das Vorwissen und in Bezug auf Wahrnehmungsresonanzen zwischen Zeichnung, Gelände als „objektiv entgegenkommende Eigenwelt“ und Zeichner zu reflektieren. In dem Beitrag wird eine Methode zum „Landschaft lesen lernen“ im Gelände vorgestellt, die seit einigen Jahren zur Vorbereitung und Durchführung eines Geländepraktikums für Lehramtsstudierende dient. Theoretisch wird der Erkenntnisgewinn durch den Vollzug des Zeichnens mithilfe der Bildakttheorie nach Bredekamp, die eine Auflösung der Dichotomien Subjekt/Objekt, Mensch/Natur anstrebt und der Theorie des impliziten Wissens nach Polanyi konzeptualisiert mit einem Transfer zu Bildmedien. Evaluationsergebnisse decken Bedingungen für das Gelingen des Ansatzes auf.

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