Deutscher Geographentag 2013

Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis
2.10.-8.10.2013
Verantworten
Unicampus Passau

FS 81, Referat 3: "Illegale Migration? Das hört sich so ein bisschen an wie ein Verbrechen, finde ich." - Alltagsvorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu einem kontroversen Phänomen.

Referent: Andreas Hoogen (Köln)

Sonntag, 06.10.2013, 10:10-10:35,

Illegale Migration ist ein normativ und quantitativ wichtiges Teilphänomen des Unterrichtsthemas Migration, welches medial, politisch und in der Wissenschaft vielperspektivisch konstruiert wird. Um das Thema für den Unterricht zu strukturieren, nutze ich den Rahmen der Didaktischen Rekonstruktion. Dabei wurde eine Übersicht über die fachwissenschaftliche Literatur ausgewählt und ausgewertet, in einer qualitativen Studie Schülervorstellungen erhoben und auf deren rekursiven Vergleich Planungshinweise für den Unterricht entwickelt. Erste Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Schülern das Phänomen bekannt ist und dass sie durchaus wissenschaftsnahe Vorstellungen zu Gründen oder Lebensumständen illegaler Migranten konstruieren können. Als problematisch erscheint der tendenziöse Begriff Illegale Migration. Auch die breite Verwendung von Bildern von boatpeople verzerrt die Wahrnehmung des Phänomens. Diese beiden Aspekte wurden mit Schulbuchanalysen und Autoreninterviews sowie einer Schülerbefragung zur Wirkung von Bildern von boatpeople und der Begriffsrezeption weiter vertieft.

zurück