Deutscher Geographentag 2013

Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis
2.10.-8.10.2013
Verantworten
Unicampus Passau

FS 81, Referat 4: Wovon Wissenskonstruktionsprozesse abhängen – das Beispiel Wasserquellen und Trinkwasserqualität

Referent: Sibylle Reinfried (Luzern)

Sonntag, 06.10.2013, 10:35-11:00,

Die individuellen Wissenskonstruktionsprozesse entscheiden darüber, wie Lernende komplexe umweltrelevante geographische Fragestellungen verstehen. Um einen Einblick in die individuelle Konstruktion von mentalen Modellen zu erhalten, wurden die Lernwege von 13jährigen Jugendlichen bei der Arbeit mit einer didaktisch rekonstruierten Lernumgebung analysiert. Der Sachgegenstand wurde aus der Hydrologie gewählt – konkret das Thema „Wasserquellen und Trinkwasserqualität“. Das Thema ist äußerst komplex, da es das Zusammenwirken von Hydrologie, Geologie und anthropogenen Faktoren betrifft. Im Rahmen einer Videostudie wurden die Lernschritte der Jugendlichen detailliert festgehalten und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das Vorwissen der Lernenden eine große Rolle bei der Wissenskonstruktion spielt. Lernende ohne Vorwissen oder mit wissenschaftsnahem Vorwissen konstruierten mentale Modelle, die dem instruktionalen Modell sehr nahe kommen. Lernende mit elaboriertem, erlebnisbasiertem aber falschem Vorwissen, haben große Mühe, ihre fehlerhaften Vorstellungen zu ändern.

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