Deutscher Geographentag 2013

Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis
2.10.-8.10.2013
Verantworten
Unicampus Passau

KEY 01: El Niño/Southern Oscillation

Referent: Prof. Dr. Mojib Latif

Donnerstag, 03.10.2013, 12:00 - 13:00 Uhr, Audimax (AM) HS 10

<center>Foto: GEOMAR, www.geomar.de</center>

GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Leiter des Forschungsbereichs Ozeanzirkulation und Klimadynamik

Das El Niño/Southern Oscillation Phänomen, kurz ENSO, ist die stärkste natürliche Klimaschwankung in den Tropen auf Zeitskalen von einigen Monaten bis zu einigen Jahren. Seine Bedeutung rührt nicht zuletzt daher, dass ENSO über die Anregung globaler atmosphärischer Zirkulationsmuster auch einen großen Einfluss auf das Klima der Extratropen ausübt. Auswirkungen lassen sich selbst noch in den Polargebieten nachweisen. ENSO basiert im Wesentlichen aus einer Oszillation, einem Hin-und Herpendeln, von außergewöhnlich warmen (El Niño) und kalten Meeresoberflächentemperaturen (La Niña) im Bereich des äquatorialen Ost- und Zentralpazifik. Das Phänomen beruht auf der großräumigen Wechselwirkung zwischen dem Ozean und der Atmosphäre. Mit ENSO in Zusammenhang stehende Klimaanomalien können etwa sechs Monate im Voraus prognostiziert werden.
Der äquatoriale Pazifik ist ein wichtiger Treiber des globalen Klimas, und das auch auf den längeren, dekadischen Zeitskalen. Schwankungen seiner Oberflächentemperatur wirken sich auch auf die globale Oberflächentemperatur der Erde aus. Das bisher wärmste Jahr 1998 wie auch die gegenwärtige schon 15 Jahre währende Atempause bei der globalen Erwärmung steht in einem engen Zusammenhang mit den Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur im äquatorialen Pazifik.

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