Deutscher Geographentag 2013

Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis
2.10.-8.10.2013
Verantworten
Unicampus Passau

SV 6: Mit Schülervorstellungen arbeiten – Austausch zwischen Universität und Schule

Referent: Dirk Felzmann (Hannover)

Donnerstag, 03.10.2013, 16:30-18:00 Uhr, Nikolakloster (NK) SR 211

Das Thema „Schülervorstellungen“ hat in den letzten Jahren innerhalb der deutschsprachigen Geographiedidaktik deutlich an Gewicht gewonnen: es laufen und liefen mittlerweile eine Reihe fachdidaktischer Forschungsprojekte zur Ermittlung von Schülervorstellungen innerhalb spezifischer Themenbereiche (als Übersicht siehe: Reinfried, 2010). Von dieser vornehmlich universitär-fachdidaktischen Seite wird gefordert, Vorstellungen von SchülerInnen dezidiert bei der Unterrichtsplanung zu berücksichtigen und Unterricht so zu strukturieren, dass die SchülerInnen hierbei ihre Vorstellungen explizieren und reflektieren (Drieling, 2008; Reinfried, 2006).

Der geplante Workshop möchte den Austausch zwischen Lehrkräften und in der Vorstellungsforschung tätigen FachdidaktikerInnen zu diesen beiden Entwicklungen fördern:
Von fachdidaktischer Seite sollen nach einer Einführung bisherige Ergebnisse zu unterrichtsrelevanten Schülervorstellungen und zu darauf aufbauenden didaktischen Leitlinien für den Unterricht vorgestellt werden.

In einem Austausch mit den Lehrkräften soll viel Zeit für folgende Fragen bereit gestellt werden:

  • Welche Erfahrungen haben die Lehrkräfte zur Arbeit mit Schülervorstellungen im Unterricht: Wie werden die Forschungsergebnisse aus der Geographiedidaktik rezipiert? Wie hilfreich sind sie bei der Unterrichtsplanung? Welche Erfahrungen wurden mit der Explizierung von Schülervorstellungen im Unterricht gemacht: wo liegen Chancen, wo liegen Risiken hierbei für das Lernen von Fachinhalten? Welche Methoden haben sich im Unterricht als hilfreich erwiesen?
  • Wie könnten interessierte Lehrkräfte und FachdidaktikerInnen miteinander kooperieren, um die Arbeit mit Schülervorstellungen im Geographieunterricht zu evaluieren, die fachdidaktischen Forschungsarbeiten stärker an den Bedürfnissen der Schulpraxis auszurichten und den Informationsfluss von der Forschung in die Schulpraxis eventuell zu verbessern? Wie können aus dem Erheben und Analysieren von Schülervorstellungen abgeleitete Didaktische Leitlinien in Zusammenarbeit mit interessierten PraktikerInnen evaluiert und operationalisiert werden?

Der Workshop versteht sich folglich nicht primär als eine Präsentation und Diskussion einzelner aktueller Forschungsarbeiten. Stattdessen möchte er stärker den Rahmen des Geographentages nutzen, um Schulpraxis und fachdidaktische Forschung stärker zusammenzubringen und die Implementierung universitärer Forschung in der Praxis zu fördern.


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